Innerfamiliäre Adoption: in der DG mit verkürzter Vorbereitung

Bei der innerfamiliären Adoption handelt es sich um die Adoption eines Kindes, das den oder dem Adoptionskandidaten schon bekannt ist. Es besteht in irgendeiner Form eine soziale Bindung.

Bei einer innerfamiliärer Adoption geht es zum Beispiel um den Nachwuchs eines Verwandten, ein Stief- oder Pflegekind. In der DG müssen Kandidaten nicht ins Vorbereitungsseminar, sondern nehmen an einer Vorbereitung in verkürzter Form teil. Diese Vorbereitung besteht aus drei bis fünf psycho-sozialen Gesprächen, in denen die Kandidaten (je nach Bedarf auch die ganze Familie) auf die anstehende Adoption und deren eventuellen Auswirkungen vorbereitet werden.

Fotolia_50297313_L_C_JackF_innerfamiliaere

Seit 2014 beauftragt die ZBGA eine Psychologin, diese Vorbereitungsgespräche durchzuführen. Nach einem abschließenden Gespräch mit der ZBGA erhält man eine Teilnahmebescheinigung. Mit der kann ein Adoptionsantrag beim Familiengericht gestellt werden. Da das zu adoptierende Kind oder die zu adoptierenden Kinder keine Fremden mehr sind, begleitet kein Vermittlungsdienst diese Adoption.

Bevor der Familienrichter eine Entscheidung trifft, beauftragt er die ZBGA - wie bei jeder Form der Adoption - mit einer Sozialuntersuchung. Sie prüft, ob die Adoption im Interesse des Kindes ist.

Kurzer Weg zur innerfamiliären Adoption

  • Grafik_innerfamiliare_Adoption
    Hier klicken zur vollständigen Ansicht
    Erstgespräch und Einschreibung bei der ZBGA gehören auch bei der intrafamiliären Adoption zum Pflichtprogramm, wie die oben beschriebene verkürzte Vorbereitung durch die Psychologin. Mit der Teilnahmebescheinigung wird ein Adoptionsantrag beim Familiengericht gestellt.
  • Nach der Sozialuntersuchung durch die ZBGA, die soziale, medizinische und psychologische Aspekte überprüft, ergeht nach Anhörung das Befähigungs- und Adoptionsurteil. Grundsätzlich betreuen die Mitarbeiter der ZBGA auf Wunsch auch nach dem Verfahren weiter die Adoptierten und ihre Familien.