Adoption von Kindern aus dem Inland

Adoptieren wir ein Kind aus dem In- oder Ausland? Und wenn ja, wo liegen die Unterschiede? Eine der Hauptfragen zu Beginn des Adoptionsprozesses. Hier erfahren Sie mehr zu den wichtigsten Aspekten und Schritten.

Leben in einer neuen Familie, das bedeutet die Adoption für Kinder, die nicht in einer eigenen Familie aufwachsen können. Kinderlosen Paaren dagegen bietet sich die Chance, eine eigene Familie zu gründen.

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Im Erstgespräch bei der Zentralen Behörde der Gemeinschaft für Adoption (ZBGA) können Sie die Frage klären, ob Sie ein Kind aus dem In- oder Ausland adoptieren möchten. Vielleicht ist sogar eine Pflegschaft eine Alternative? Die Folgen sind unterschiedlich und zum Teil erheblich, sowohl was das Verfahren, die Dauer als auch die Kosten betrifft.

Wichtige Fragen also, die mit den geschulten Mitarbeitern der ZBGA besprochen werden. Diese helfen Adoptionsinteressenten, betreuen, beraten und unterstützen sie.

Wer sich für eine Inlandsadoption entscheidet, muss in Belgien wohnen (also auch in der DG) und adoptiert ein Kind, das ebenfalls in Belgien wohnt. Ob Inlands- oder Auslandsadoption, die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar ist Pflicht.

Schritte auf dem Weg zur Inlandsadoption

Grafik Inlands- und Auslandadaption
 

Die Inlandsadoption beginnt mit einem persönlichen Informationsgespräch in der ZBGA, dem die Einschreibung folgt. Angehende Adoptionskandidaten werden anschließend in Kooperation mit der Adoptionsvermittlungsstelle der Städteregion Aachen in einem Seminar vorbereitet. Im Anschluss erhalten sie eine Teilnahmebescheinigung. Mit dieser können sich die Kandidaten aus der DG direkt an die Adoptionsvermittlungsdienste der Französischen Gemeinschaft wenden. Mit denen kooperiert die ZBGA und bietet dabei zum Beispiel Übersetzungshilfe an.

Das multidisziplinäre Team des Vermittlungsdienstes erarbeitet in einer ersten Phase das Adoptionsprojekt mit dem Paar. Gleichzeitig machen sich die Fachleute ein Bild von den Adoptionskandidaten, um zu entscheiden, ob das Paar in die Warteliste aufgenommen wird oder nicht.

Nach einer gewissen Wartezeit schlägt der Vermittlungsdienst der Familie ein Kind vor. Dann folgt die wichtige Phase des gegenseitigen Kennenlernens (in der Regel im Heim). Wenn die „Chemie“ gegenseitig stimmt, zieht das Kind - zunächst wie ein Pflegekind - zu den Adoptiveltern. Dann erst kann ein Adoptionsantrag beim Familiengericht gestellt werden.

Ein weiterer Schritt ist die Sozialuntersuchung durch die ZBGA, die soziale, medizinische und psychologische Aspekte abfragt. Auf dieser Grundlage fällt das Familiengericht ein Befähigungs- und Adoptionsurteil. Die Registrierung bei der Gemeinde und der Föderalen Zentralen Behörde (ACF) ist dann nur noch Formsache.

Weil im Laufe eines Lebens nach einer Adoption auch schwierige Fragen auftreten können, beraten und betreuen die Mitarbeiter der ZBGA die Familien auch weiterhin gerne. Ein wichtiges Angebot der ZBGA sind die Austauschabende in St. Vith und Eupen. Hier treffen sich Paare, die sich über Themen wie Ankunft des Adoptivkindes oder Erfahrungen im Alltag austauschen.

Eine Übersicht dieser Schritte finden Sie im Downloadbereich.