Schulgesundheitsvorsorge
Die Schwerpunkte der Gesundheitsvorsorge für die schulische Bevölkerung: frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Störungen, Fortsetzung des systematischen Impf-Programms, Gesundheitsförderung.
Im Prinzip handelt es sich um die Weiterführung der Untersuchungen, die der DKF (Dienst für Kind und Familie) bei Kindern zwischen 0 und 3 Jahren durchführt.
Die medizinischen Untersuchungen werden in den Gesundheitszentren von Eupen und St. Vith (für Schüler der Gemeindeschulen) bzw. in den PMS-Zentren der Deutschsprachigen Gemeinschaft (für Schüler der Gemeinschaftsschulen) durchgeführt. Die Kinder sind verpflichtet, an den Untersuchungen teilzunehmen.
Häufigkeit und Zeitpunkt der systematischen Untersuchungen in der Schulmedizin
Kindergarten: 2. Jahr
Primarschule: 1. und 5. Jahr
Sekundarschule: 1., 3. und 5. Jahr
Schule für differenzierten Unterricht: jährlich
In den Zwischenjahren können zusätzliche Teiluntersuchungen (z.B. Seh- und Hörvermögen, Wachstum,...) vorgenommen werden.
Außerdem besteht die Möglichkeit, spezifischen Untersuchungen durchzuführen.
Impfungen, die in den schulmedizinischen Diensten angeboten werden
Die Gesundheits- und PMS-Zentren bieten kostenlose Impfungen an. Ziel ist es, die Kinder besser vor gefährlichen ansteckenden Krankheiten zu schützen.
Die Eltern sind nicht verpflichtet, dieses Impfangebot anzunehmen. Sie können jederzeit den Haus- oder Kinderarzt zu diesem Zweck aufsuchen.
Aus volksgesundheitlichen Gründen ist es dennoch wichtig, dass der Schularzt über den Impfstand des Kindes informiert ist (schon vorgenommene oder noch nicht durchgeführte Impfungen, eventueller Grund für fehlende Impfungen,...).
Im Impfangebot des Gesundheitszentrums bzw. des PMS-Zentrums sind vorgesehen:
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Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung : im 1. Primarschuljahr
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Mumps, Masern und Röteln : im 5. Primarschuljahr
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Hepatitis B (wenn nicht im Kindesalter geimpft): im 1. Sekundarschuljahr
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Diphtherie und Tetanus (Auffrischung): im 5. Sekundarschuljahr
Diese Impfungen erfolgen im jeweiligen Zentrum oder in der Schule, wenn die Eltern schriftlich ihr Einverständnis erklärt haben.
Die meisten Impfungen müssen in regelmäßigen Abständen wieder aufgefrischt werden. Wenn diese Fristen nicht eingehalten werden, besteht kein Impfschutz mehr.
Infektionsprophylaxe bei ansteckenden Krankheiten
Das Gesundheitszentrum und das PMS-Zentrum sind bemüht, im Falle bestimmter Erkrankungen Ansteckungen im Schulbereich zu verhüten. Daher sind alle Eltern aufgefordert, die Schule des Kindes bei jedem Auftreten einer ansteckenden Krankheit sofort zu informieren, damit unverzüglich entsprechende Maßnahmen getroffen werden können. Wenn in der Klasse eines Kindes ein Mitschüler unter einer bestimmten ansteckenden Krankheit leidet, werden die Eltern schriftlich informiert: zu Art und Anzeichen der Erkrankung, Ansteckungswegen und den entsprechenden Verhaltensregeln oder vorbeugenden Maßnahmen.
Ein weiteres Angebot der schulmedizinischen Dienste: Beratung
Im Falle spezifischer Probleme können Eltern, Lehrer und auch die Schüler selbst sich an ihr Zentrum wenden, für eine Beratung oder eine zusätzliche kostenlose Einzeluntersuchung, wenn diese gewünscht ist.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dieses Angebot nicht den Besuch beim Hausarzt ersetzt, da die Arbeit der Schulgesundheitsvorsorge im Bereich der Prävention und Früherkennung liegt und für jede Behandlung an den Hausarzt weitergeleitet werden muss.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule und Zentrum kann daher nur von Vorteil sein.
Zur besseren Information für Schulkinder und ihre Eltern hat die Schulgesundheit außerdem Faltblätter zu verschiedenen Gesundheitsthemen erstellt, die unten zum Herunterladen angeboten werden.
Gesundheitsförderung
Schularzt und Krankenpflegerin nehmen verstärkt Aufgaben im Bereich der Gesundheitsförderung in den Schulen wahr. Ziel dieser Aktivitäten ist es, die Schüler zu einer gesunden Lebensweise anzuleiten, die sich direkt auf ihren allgemeinen Gesundheitszustand auswirkt - sowohl in körperlicher als auch in psycho-sozialer Hinsicht. Außerdem besteht die Hoffnung, dass im Kindesalter erlangte gute Gewohnheiten auch später beibehalten werden.