Armutsbekämpfung
Armut bedeutet für einen Betroffenen in Belgien mit einem Haushaltsnettoeinkommen auskommen zu müssen, das unterhalb der Armutsgrenze von 878,- Euro/Monat liegt. Arme haben einen eingeschränkten Zugang zu den Grundrechten und Grundbedürfnissen (Gesundheitspflege, Arbeit, Bildung, Wohnung usw.).
„Der Kampf gegen Armut geht uns alle an.“
Dies ist die Kernaussage des nationalen Aktionsprogramms im Rahmen des europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung bis 2010.
Armut und Armutsbekämpfung in Belgien
Laut dem Interföderalen Armutsbarometer 2009 lebt in Belgien bereits jeder 7. Bürger unterhalb der Armutsgrenze. Bei 15,2% der Bevölkerung ist das Risiko, demnächst zu verarmen, aufgrund ihrer Lebensumstände (befristete Arbeitsverträge, geringe Bildung…) besonders hoch.
Familien mit vielfältiger Problembelastung
Es gibt Familien, auf deren Schultern lasten viele Probleme gleichzeitig: Krankheit, Arbeitslosigkeit, schwierige Wohnverhältnisse.... Und es gibt Eltern, die es schaffen, trotz dieser Bedingungen jeden Morgen ihre Kinder zur Schule zu schicken. Damit die Sozialdienste diese Menschen besser unterstützen können, hat die DG nun einen Bericht zur Lage dieser Familien anfertigen lassen.
2010: Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung soll die Öffentlichkeit in Europa sensibilisieren und deutlich machen, dass Armut und Ausgrenzung die soziale und wirtschaftliche Entwicklung erheblich beinträchtigen.