Gesundheitsförderung
Die Gesundheitsförderung beschäftigt sich mit einem ähnlichen Feld wie die Krankheitsvorbeugung (Prävention), richtet allerdings das Augenmerk eher darauf, wie man die Bevölkerung darin unterstützen kann, möglichst wohl und zufrieden zu leben.
Sie setzt an der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO an, die Gesundheit unter ihren physischen, psychischen und sozialen Aspekten betrachtet. Die Gesundheitsförderung zielt demnach weniger auf das Vorbeugen bestimmter Krankheiten ab, sondern möchte es jedem Bürger als Individuum ermöglichen, seine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, und dabei auch frei zu entscheiden, was er für sich persönlich für gut hält.
Damit ein Mensch individuell entscheiden kann, muss er zunächst ausreichend informiert sein. Zur Gesundheitsförderung gehört deshalb die Vermittlung von korrekten und vollständigen Informationen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Gesundheitsförderung nicht allein die Aufgabe des medizinischen und paramedizinischen Fachpersonals ist, sondern im Gegenteil alle Menschen zu Akteuren macht: Jeder Mensch ist für seine Gesundheit verantwortlich und kann viel dafür tun, dass er gesund bleibt, bzw. wieder gesund wird. Auch geht es in der Gesundheitsförderung weniger darum, gezielt bestimmten Erkrankungen vorzubeugen, sondern mehr um einen gesunden Lebensstil – in körperlicher, geistiger und sozialer Hinsicht.
Zur Gesundheitsförderung gehören beispielsweise Aktionen wie die in Zusammenarbeit mit dem Belgischen Rundfunk ausgestrahlten TV-Sendungen "Fit & Gesund", die Antibiotika-Kampagne des Föderalstaates, das Bereitstellen von Informationsmaterial (Faltblätter, Broschüren...) oder auch die verschiedenen Initiativen der Arbeitsgruppe "Gesundheitsförderung".
Diese Arbeitsgruppe erarbeitete im Auftrag des Gesundheitsministers ein Konzept zur Gesundheitsförderung, das zukünftig die Basis für alle Gesundheitsaktionen in der DG bilden soll. Ein diesbezügliches Dekret wurde im Juni 2004 verabschiedet.
Ferner wurde das Konzept auf die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen angepasst und in einem Leitfaden zusammengefasst.
In der DG erfolgt ein großer Teil der Arbeit im Bereich Gesundheitsförderung in den verschiedenen Dienststellen des Ministeriums, oder aber in vom Ministerium subsidierten Vereinigungen und Organisationen, wie der Krankenpflegevereinigung KPVDB oder dem PatientenRat&Treff.