AIDS-Präventionsgruppe der Deutschsprachigen Gemeinschaft
HIV und Aids sind nach wie vor ein Thema. In den vergangenen Jahren sind die HIV-Infektionen auch in Belgien wieder leicht angestiegen. Es gibt 2,8 Neuinfizierungen pro Tag.
Auch ist ein Anstieg verschiedener anderer sexuell übertragbarer Krankheiten festzustellen, z.B. Hepatitis B+C und Syphilis.
Dies sind die Gründe dafür, warum die Mitarbeiter der Aids-Präventionsgruppe der Abteilung kulturelle und soziale Angelegenheiten des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Präventionsarbeit kontinuierlich fortführen.
AIDS-Präventionsgruppe
Die AIDS-Präventionsgruppe der Deutschsprachigen Gemeinschaft besteht aus geschulten Personen, die Präventionsveranstaltungen in den Sekundarschulen, den Förderschulen und Berufsschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchführen, auf Anfrage aber auch in außerschulischen Einrichtungen oder Organisationen tätig werden können (Jugendheime, Firmgruppen, ...). Die Gruppe setzt sich aus Vertretern der PMS - Zentren, Gesundheitszentren, Jugendtreffs, Jugendinformationszentren und Streetwork zusammen.
Auch führt die Gruppe Sensibilisierungskampagnen durch, z.B. jährlich anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember.
Zielpublikum
Das Zielpublikum der Präventionsveranstaltungen in den Schulen und den außerschulischen Einrichtungen sind Jugendliche im Alter von 14-15 Jahren. Bei diesen Fortbildungen werden Mädchen und Jungen in verschiedene Gruppen eingeteilt.
Inhalte
Neben allgemeinen Informationen zu HIV und AIDS klären die Präventionsberater über Ansteckungsrisiken, Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten auf. Die BeraterInnen arbeiten mit Videomaterial, Plakaten, Rollenspielen oder Farbfolien.
Die Präventionsberater sprechen offen mit den Jugendlichen über Liebe, Sexualität, Partnerschaft, bei konkreten Fragen der Jugendlichen auch über Familienplanung und Verhütung. Themen sind auch moralische Werte, Toleranz, Verantwortung sich selbst und dem anderen gegenüber, Dialogbereitschaft in einer Beziehung, die Erkrankung aus Sicht eines HIV-Kranken und dessen Umfeldes und der Umgang mit Betroffenen. Die Veranstaltung nimmt in etwa 2 Stunden in Anspruch.