Kliniken

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es zwei Allgemeinkrankenhäuser: das St. Nikolaus Hospital in Eupen mit 192 Betten und die Klinik St. Josef in St. Vith mit 156 Betten. Ein Großteil des Personals und der Ärzteschaft ist mehrsprachig. Somit können Patienten aus der DG, den frankophonen Randgemeinden, aber auch Patienten aus Deutschland und den Niederlanden in beiden Häusern behandelt werden.

Dienstleistungen

St. Nikolaus Hospital, Eupen:

  • Chirurgie und Innere Medizin (116 Betten)
  • Entbindungsheim
  • Kinderstation (13 Betten)
  • Geriatrieabteilung (30 Betten)
  • Intensivabteilung, Radiologie
  • Labor
  • Dienst für Langzeitaufenthalte zur Rehabilitation von Erkrankungen des Bewegungsapparates (20 Betten)
  • chirurgische und onkologische Tagesklinik
  • Nierendialyse
  • Notfallaufnahme und Notarztdienst

Klinik St. Josef, St. Vith:

  • Chirurgie und Innere Medizin (75 Betten)
  • Rehabilitationseinheit (20 Betten),
  • Entbindungsheim
  • Intensiveinheit
  • chirurgische und onkologische Tagesklinik
  • Notfallaufnahme, Notarztdienst
  • Radiologie mit Kernspintomograph
  • Labor
  • Diätklinik zur Behandlung von Überernährung
  • Schlaflabor mit 4 Plätzen.
  • akutpsychiatrische Behandlung von Erwachsenen (30 Betten)
  • Tagesklinik für ambulante psychiatrische Betreuung und Nachsorge in Eupen und St. Vith (21 Plätze für Erwachsene, nur in Eupen: 6 Plätze für Jugendliche).Im Bereich der Jugendpsychiatrie arbeiten zudem ein Netzwerkkoordinator und eine mobile Equipe. Das mobile Team besucht die Familien betroffener Kinder und Jugendlicher und begleitet sie medizinisch und psychologisch. Der Netzwerkkoordinator unterstützt seine Kollegen. Er kennt das gesamte Netzwerk sozio-psychologischer Dienste und findet den Dienst, der demerkrankten Kind oder Jugendlichen und seiner Familie am besten hilft.

Die Memoryklinik in der Klinik St. Josef diagnostiziert Demenzerkrankungen und begleitet Menschen mit Demenz und deren Angehörige.

Aufgaben der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Der belgische Föderalstaat schafft die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Krankenhäuser. Die Deutschsprachige Gemeinschaft überwacht die Einhaltung der Gesetzgebung. Sie ist zuständig für die Aufsicht über die beiden Krankenhäuser. Erfüllen die Krankenhäuser und ihre Fachabteilungen die rechtlichen Vorgaben, erhalten sie von der DG die Betriebsgenehmigung. Diese Krankenhausinspektion erfolgt regelmäßig und bei neuen Abteilungen vor dem Betriebsstart. Außerdem finanziert die DG Baumaßnahmen in beiden Häusern und die umfassende Ausstattung nach neuestem medizinischem und pflegerischem Standard. Diese Maßnahmen werden zu 60% von der DG bezuschusst. Die Funktionskosten der Krankenhäuser (Personal, Heizung, Küche, Verbrauchsmaterial...) werden vom Belgischen Föderalstaat getragen.

Patientenrechte

Aufgrund des belgischen Gesetzes zu den Patientenrechten hat jedes Krankenhäuser einen Mediator, der Klagen und Beschwerden entgegennimmt.