Demenz oder nicht – wie viel Vergesslichkeit ist normal?

Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben. Manchmal ist sie die Folge einer anderen Erkrankung, sie kann auch Anzeichen einer beginnenden Demenzerkrankung sein. Wenn Sie hierzu Informationen benötigen, gibt es mehrere Beratungsstellen in der DG.

Manchmal ist Vergesslichkeit die Folge einer anderen Erkrankung (z.B. Depressionen, Vitamin- oder Flüssigkeitsmangel, Störungen der Blutversorgung des Gehirns, Schädelhirntrauma), sie kann auch durch Stress bzw. als Folge einer Unter- oder Überforderung entstehen. Andererseits kann Vergesslichkeit ein Anzeichen für eine beginnende Demenzerkrankung sein. 

Oft sind es die Angehörigen, die zuerst die Veränderungen des Verhaltens einer Person bemerken. Ihre Beobachtungen sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig, denn Veränderungen des Verhaltens oder der Persönlichkeit können erste Anzeichen für eine Demenzerkrankung sein.

Für Betroffene und Angehörige ist es jedoch meist schwierig, zu unterscheiden, welches Maß an Vergesslichkeit noch "normal" ist oder ab wann sich ein Arztbesuch empfiehlt. Einige Formen der Vergesslichkeit können tatsächlich vom Arzt behandelt werden, bei anderen, z.B. der Alzheimer-Erkrankung, können Medikamente den Verlauf zumindest verlangsamen und den Betroffenen (und ihren Angehörigen) auf diese Weise ein Stück Lebensqualität erhalten.

Bei folgenden Symptomen kann eine Beratung hilfreich sein:

  • Gedächtnisstörungen (Verwirrtheit, Vergesslichkeit), Sprachschwierigkeiten (Wörter vergessen oder falsch benutzen);
  • Orientierungsprobleme (vergessen, wo man ist oder welcher Tag heute ist);
  • Schwierigkeiten bei einfachen Rechenaufgaben;
  • Dinge regelmäßig an den falschen Platz stellen;
  • Persönlichkeitsveränderungen;
  • Antriebslosigkeit (z.B. kein Interesse mehr an Hobbys).

Für eine Diagnose kann man sich an seinen Hausarzt oder Fachärzte, wie Neurologen und Geriater wenden. Die Memoryklinik in St. Vith bietet ebenfalls Untersuchungen und Begleitung durch ein spezialisiertes Team an.

Der Patienten Rat & Treff bietet eine unterstützte Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz im Frühstadium zwischen 55 und 75 Jahre alt. Sei es Gesprächsrunden oder Außenaktivitäten, die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen stehen hier im Mittelpunkt. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen mit Demenz aktiv mit ihrer Situation auseinandersetzen und sich gegenseitig Unterstützung bieten können.

Zudem organisieren Patienten Rat & Treff und "Demenz-Angehörigengruppe Eifel regelmäßig Austauschgespräche, in denen Angehörige von Demenzbetroffenen sich über die Krankheit und die Belastung der Pflege austauschen und sich gegenseitig stützen.

Die beiden Krankenhäuser und die Krankenpflegevereinigung haben gemeinsam ein Faltlbatt erstellt "Patienten mit einer Demenz im Krankenhaus", das unten im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Für Betroffene und ihre Angehörige werden ferner eine Vielzahl an Aktivitäten angeboten, wie Fortbildungen für Angehörige, Demenzcafés, spezifische Gottesdienste, usw. ...