Leiharbeit und private Vermittlung

Seit dem 1. Januar 2010 gelten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft neue gesetzliche Bestimmungen.

So wird fortan zwischen Leiharbeitsvermittlern, die einer vorherigen Zulassung bedürfen und privaten Arbeitsvermittlern, die keiner vorherigen Zulassung bedürfen, und den daraus resultierenden unterschiedlichen Pflichten unterschieden.

Unter Leiharbeitsvermittler ...

... versteht man die juristische Person, die einen Leiharbeitnehmer gemäß Kapitel II des Gesetzes vom 24. Juli 1987 über die zeitweilige Arbeit, die Leiharbeit und die Arbeitnehmerüberlassung mit dem Ziel beschäftigt , ihn einem Nutzer zur Verfügung zu stellen.

Unter dem privaten Arbeitsvermittler ...

... versteht man hingegen jede vom Arbeitsamt unabhängige juristische oder natürliche Person, die selbst oder durch einen Dritten Vermittlungen - sei es als Haupt- oder Nebentätigkeit, sei es kostenpflichtig oder kostenlos, sei es mit oder ohne Gewinnerzielungsabsicht - unter gleich welcher Bezeichnung für sich oder zugunsten eines Dritten anbietet beziehungsweise durchführt.

Die wesentlichen Gesetzesgrundlagen sind:

  • das Dekret vom 11. Mai 2009 über die Zulassung der Leiharbeitsvermittler und die Überwachung der privaten Arbeitsvermittler;
  • der Erlass der Regierung vom 10. Dezember 2009 zur Ausführung des Dekretes vom 11. Mai 2009 über die Zulassung der Leiharbeitsvermittler und die Überwachung der privaten Arbeitsvermittler.