Rat für Erwachsenenbildung
Ein Rat für Volks- und Erwachsenenbildung wurde erstmals 1981 gegründet. Die Hauptaufgabe des Rates bestand damals in der Beratung des zuständigen Ministers sowie in der Erstellung von Gutachten und Stellungnahmen.
Am 17. November 2008 wurde jedoch ein neues Dekret zur Förderung der Einrichtungen der Erwachsenenbildung verabschiedet. Dieses Dekret legt den Schwerpunkt auf das Recht eines jeden Bürgers, Schlüsselkompetenzen zu erwerben, zu vertiefen oder zu aktualisieren.
Da die Anwendung dieses Dekretes zu einer tiefgreifenden Neuordnung der Erwachsenenbildungseinrichtungen geführt hat, beschloss die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft per Erlass vom 17.12.2009 einen „Rat für Erwachsenenbildung“ zu schaffen.
Ziele und Aufgaben
Seit seiner Neugründung erlebt der Rat für Erwachsenenbildung eine positive Entwicklung mit neuen Herausforderungen und Erfahrungen.
Zwölf geförderte Einrichtungen der Erwachsenenbildung, deren Bildungsauftrag in sehr unterschiedlichen Bereichen liegt, erhalten einen Zuschuss, um Weiterbildungsangebote bereitzustellen.
Die koordinierten Bildungsangebote der Einrichtungen der Erwachsenenbildung haben zum Ziel:
- Die Schlüsselkompetenzen der Bürgerinnen und der Bürger zu verbessern.
- Den Bürgerinnen und den Bürgern zum Erwerb neuer Fähigkeiten zu verhelfen.
- Die Förderung der sozialen Integration, der Chancengleichheit, der kollektiven Handlungsfähigkeit und des Bürgerschaftssinns;
- Das Erlernen grundlegender sozialer und bürgerlicher Werte
Der Erlass der Regierung zur Schaffung eines Rates für Erwachsenenbildung legt folgende Aufgaben des Rates fest:
- Die Gewährleistung der Interessenvertretung der Mitglieder;
- Die Förderung der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustausches zwischen den verschiedenen Einrichtungen;
- Die Erstellung von Gutachten zur Angelegenheit Erwachsenenbildung, entweder auf Anfrage des Ministeriums und der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder aus eigener Initiative.
Die Zusammenarbeitsprioritäten sind:
- Das bessere Kennenlernen der Mitgliedsorganisationen und die Unterstützung und Förderung ihrer Arbeit;
- Die Stärkung der Organisationen und bei Seite stehen bei der Erfüllung der Anforderungen des Dekretes;
- Die Förderung der Entwicklung und Implementierung der Qualität in den Organisationen;
- Sich im Bereich Erwachsenenbildung im europäischen Land informieren und diese Informationen weiterleiten;
- Ein Forum zu den Perspektiven der Erwachsenenbildung sein: ein Austauschgremium, um die Erwachsenenbildung weiter zu entwickeln.
Das Präsidium ist zusammengesetzt aus Roger Rauw, Präsident (Animator bei der Eiche VoG); Gisela Cloot, Vize-Präsidentin (Animatorin bei dem Landfrauenverband VoG) und Willy Ortmann, Finanzverwalter (Ehrenamtlicher bei AVES VoG).