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Archäologisches Glossar
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Wissenschaften
Bei den Wissenschaften unterscheidet man insbesondere die Laborwissenschaften, die Nuklearwissenschaften (für Datierungen) und die Naturwissenschaften (die Paläobotanik, die Palynologie, usw.). Das Anwendungsfeld der Archäologie hat sich ebenfalls ausgeweitet: man spricht fortan von Städtearchäologie, von Unterwasserarchäologie, von Landschaftsarchäologie, usw.
Vorherige Erdabtragung
In den meisten Fällen geschieht die vorherige Abtragung durch einen Schaufelbagger, der, unter Aufsicht eines Archäologen, die sterilen Erdschichten abträgt, ohne die darunter liegenden archäologischen Überreste zu beschädigen
Thermoluminiszenz
Die Thermoluminiszenz dient ausschließlich der Datierung von Keramikfunden. Die in der Keramik eingeschlossenen radioaktiven Spuren verbinden sich mit den Kernen von Heliumatomen. Erhitzt man Proben dieser Keramik, werden diese Atomkerne wieder freigesetzt, wobei sie aufglühen (Thermoluminiszenz). Die Intensität des Aufglühens gibt Aufschluss über die Dauer, während der die Atomkerne aufgenommen wurden, und ermöglicht so die Datierung der Keramikprobe.
Sondierung
Bei der Sondierung wird die Tiefe, der Umfang sowie die verschiedenen Siedlungsperioden der ins Auge gefassten Stätte in Erfahrung gebracht. Die Sondierung soll einerseits ermöglichen, die Nützlichkeit einer Grabung zu ermessen, und andererseits die Dauer, die Mittel und die Ausrüstung vorzusehen, die für die Grabung aufzubieten sind.
Seismische Prospektion
Die seismische Prospektion beruht auf dem Studium der Verbreitung von Wellen (Ultraschall oder Schwingungen), die auf der Erdoberfläche herbeigeführt werden. Die Frequenz, die Geometrie, die Amplitude und die Geschwindigkeit, mit der diese Wellen zurückgeworfen oder gebrochen werden, ermöglichen die Feststellung der Art der Phänomene, denen sie begegnen.
Schnittzeichnungen
Die Stratigraphie und die Tiefe der Schichten und der Strukturen wird auf Schnittzeichnungen festgehalten, die jeweils von einem Null-Punkt ausgehen, dessen Höhenlage bekannt ist.
Rettungsarchäologie
Die Rettungsarchäologie besteht aus einer schnellen, wenn auch methodischen und effizienten Ausgrabung auf archäologischen Fundstätten, die umgehend durch die industrielle und wohnraumbedingte Entwicklung der Gesellschaft bedroht sind (als Beispiele: Anlegen von Gewerbe- und Industriezonen, Trassenverlauf des TGV, usw.).
Radiokarbondatierung
Die Radiokarbondatierung (C14-Methode) ermöglicht die Altersbestimmung von organischen Stoffen. Im Organismus aller Lebewesen (tierische wie pflanzliche) ist das Kohlenstoffisotop 14C enthalten, das sich ständig erneuert. Stirbt der Organismus ab, zerfällt auch allmählich die 14C-Konzentration. Diese Konzentration lässt sich als Strahlung messen, wobei die Strahlungsintensität Aufschluss gibt über die verbliebene 14C-Konzentration und folglich auch über den Moment des Absterbens des Organismus.
Prospektion an der Erdoberfläche
Bei der Prospektion an der Erdoberfläche werden die Gegenstände aufgelesen, die an der Oberfläche liegen.
Pläne der Strukturen
Die Pläne der Strukturen werden angefertigt, sobald diese Strukturen vollkommen freigelegt oder von ihrem Aufschüttungsinhalt befreit worden sind. Diese Pläne sind genauer als der Gesamtplan und zeichnen die Beobachtungen auf, die in der vertikalen Ebene des archäologischen Bodens unter Berücksichtigung des Reliefs gemacht werden.
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