Sportstrukturen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Das Kernstück des Sports in der Deutschsprachigen Gemeinschaft
bilden vor allem die rund 230 Vereine.
Die in den Vereinen betriebenen Sportarten sind vielfältig und breit gefächert.
Die Vereine organisieren sich auf Gemeindeebene in Form von Sporträten,
Sportbünden oder Sportgemeinschaften oder können sich sportartspezifisch
einem der 16 anerkannten Sportfachverbänden anschließen.
Vier Leistungszentren in verschiedenen Sportarten versuchen Kinder,
Jugendliche und Erwachsene an den Leistungssport heranzuführen.
Die Menschen mit einer Behinderung werden in zwölf anerkannten
Sportvereinen für Menschen mit einer Behinderung wöchentlich betreut.
Ein eigens auf die Bedürfnisse der Behindertensportler ausgerichtetes Leistungszentrum kümmert sich um die ambitionierteren Sportler.
Das Sportdekret
Ein Meilenstein für den Sport in der DG bildete die Verabschiedung des neuen Sportdekrets. Mit diesem Dekret wurden die Schwerpunkte der Sportpolitik in der DG neu definiert, die Verwaltungsarbeit der anerkannten Organisationen auf ein Minimum reduziert und der Sportrat und die Sportkommission der Deutschsprachigen Gemeinschaft dekretal verankert.
Im Jahr 2006 wurde das Dekret zur Vorbeugung gesundheitlicher Schäden bei sportlicher Betätigung vom Parlament verabschiedet. Dieses Dekret regelt den Kampf gegen das Doping im Sport, den Kampf - und den Radsport. Der Sportrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist seit 2002 das offizielle Sprachrohr des Sports. Er bündelt unter seinem Dach alle anerkannten Sportorganisationen und hat sich in den letzten Jahren unter anderen durch die Mitarbeit an diversen Dekrettexten und die Neukonzeption der Sportlerehrung verdient gemacht.
Die Neuordnung im Ministerium hat auch vor dem Sport nicht halt gemacht. Der neue integrierte Sportdienst vereinigt bereits seit September 2005 die ursprünglichen Mitarbeiter für den Sport in der Abteilung Kulturelle Angelegenheiten, das Personal der ehemaligen Dienststelle Sport und Schule, sowie seit 2007 das Personal der "V.o.G. TASK Sport für Alle" .
Die Regierung erhofft sich von der Zusammenlegung der Dienststellen für Vereins- und Schulsport ein Bündeln der Kräfte und eine noch effizientere und kohärentere Zusammenarbeit zum Wohle des gesamten Sportlebens in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Programm DG in Bewegung
Die Fachkräfte im Sportdienst kümmern sich u.a. um die Bearbeitung und Kontrolle aller relevanten Anträge im Sport, der konzeptuellen und verwaltungstechnischen Abwicklung der Trainer Aus –und Weiterbildung, der Wahrnehmung der Interessen des Sports der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf lokaler, zwischengemeinschaftlicher und internationaler Ebene sowie der Pflege der Kontakte zu den Partnern im In –und Ausland (EU, Akademien des Sports, Olympisches und Interföderales Komitee, Sportfachverbände, Landessportbünde).
Schwerpunkte sind auch die Umsetzung der Schlüsselkompetenzen im Bereich des Schulsports, die Entwicklung eines Breitensportkonzepts für die DG, der Neuorientierung des Sportmedizinischen Zentrums sowie der Kampf gegen das Doping.