Zwei Schulen aus der DG werden am 23. September 2009 in Bonn ausgezeichnet
Europäisches Sprachensiegel 2009
Preisträger des Europäischen Sprachensiegels 2009 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind die Peter- Nikolaus- Schweitzer- Schule Gemeindeschule Elsenborn mit dem Kindergarten Küchelscheid und dem Projekt Kidslab und die Städtische Grundschule Unterstadt mit dem Projekt Français en mouvement.
Die Preisverleihung wird zum ersten Mal gemeinsam mit der Preisverleihung des Europäischen Sprachensiegels in Deutschland organsiert. Insgesamt werden vier Projekte aus Deutschland und zwei aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 23. + 24. September 2009 in Bonn Bad Godesberg statt. Das Programm finden Sie unten bei den Download-Dokumenten.
Beschreibung der ausgezeichneten Projekte:
I.Das Projekt „Kidslab“ der Peter- Nikolaus- Schweitzer- Schule
Projekttitel
Kinderlabor: „Kidslab“
Beschreibung des Projektes
Das Projekt „Kidslab“ ist in Zusammenarbeit zwischen 3 Partnerschulen entstanden.
Die Kinder, als Hauptakteure unseres Projektes, tauschen miteinander aus über Themen, die sie in der Klasse behandeln und über Fragen, die sie sich stellen. Von uns aus wird dieser Austausch in deutscher Sprache abgehalten.Das erhaltene Material wird dann im Unterricht verwendet. Die englische Schule übermittelt uns ihr Material (Lieder, Gedichte, Geschichten, Wissenschaftliches, Kultur, Folklore) in englischer Sprache, die deutsche Schule in Französisch und Deutsch. Meistens findet der Austausch über den Postweg statt, denn für die Kinder ist es wichtig, konkretes Material zum Anfassen, Anschauen, Aushängen, Bearbeiten, ... zu erhalten. Durch einen mehrsprachigen aktiven Austausch zwischen allen Partnern, soll ein Dokumentenzentrum für die Kinder entstehen. In diesem sollen die Arbeiten der Kinder zusammengestellt werden und zum „Lebenslangen Lernen“ bereit stehen.
Zielsetzung des Projektes
Im Mittelpunkt soll die Förderung frühkindlicher Bildung stehen. Wir möchten bei den Kindern Begeisterung und Neugierde füralltägliche, naturwissenschaftliche und interkulturelle Erfahrungen und Sachverhalte wecken, sie ermutigen die Dinge zu hinterfragen und in Frage zu stellen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes soll die Sprache sein -sowohldie eigene Muttersprache wie auch die beiden Fremdsprachen:
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Das Herausbilden und die Förderung der Muttersprache soll eine zentrale Rolle einnehmen. Hier geht es darum, sich selbst Fragen zu stellen, die Fragestellungen zu entwickeln, neuen präzisen Wortschatz zu erlernen, Vermutungen und Antworten zu formulieren, zu argumentieren und den Dialog zwischen den Kindern zu fördern.
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Die Fremdsprachen der Partner ist das zweite Hauptziel.Die Fremdsprache soll viel Aufmerksamkeit erhalten. Hier geht es darum, die fremden Sprachen zu entdecken, Vermutungen über die Inhalte anzustellen, die „Musik“ der Sprachen kennen zu lernen und ersten Wortschatz zu verstehen oder aktiv zu gebrauchen.Die Kinder sollen die Fremdsprache nachahmen, ihr Ohr soll geschult werden für die verschiedenen Rhythmen der Sprachen, einige Wörter sollen spielerisch geübt und schon verinnerlicht werden. Für die Kinder soll es selbstverständlich sein, dass in einem anderen Land vielleicht auch eine andere Sprache gesprochen wird und dass es möglich ist, diese Sprache zu erlernen.
Methode des Projektes
Um unsere Zielsetzungen erreichen zu können, möchten wir lebens- und situationsorientiert arbeiten. Das heißt, dass wir Situationen im Kindergarten gewissenhaft beobachten, um Fragen und Interessen der Kinder zu erkennen und diese dann aufzugreifen.
Die Kindergärtnerin dient dem Kind dann als „Werkzeug“ um die Fragen zu beantworten und stellt jegliches Material zur Verfügung, welches die Kinder benötigen. Monatlich entstehen so verschiedene Arbeiten der Kinder, die den anderen Partnern zur Verfügung gestellt werden. Diese Arbeiten werden meistens über den Postweg ausgetauscht. Die zugestellten Arbeiten sind Anregungen für die Partner. Die Materialien werden in den eigenen Unterricht mit einbezogen und in der Klasse oder im Empfangsraum ausgestellt.
Die Muttersprache und die Fremdsprachen Französisch und Englisch werden dabei rege gebraucht. Um eine aktive Beteiligung aller Partner zu gewährleisten, gibt es eine schriftliche Vereinbarung. Diese soll sicherstellen, dass der Austausch monatlich erfolgt, sodass die Kinder daran die Intensität der Partnerschaft festmachen können.
Jeden Monat entstehen also Teilprodukte, die bei Abschluss des Projektes zu einem Dokumentenzentrum zusammengestellt werden, welches dem „Lebenslangen Lernen „ dienen soll.
Aus den Arbeiten der Kinder soll ein Dokumentenzentrum erstellt werden. Dies soll in den verschiedenen Schulen allen Schülern und Lehrern zur Verfügung stehen.Es soll auch nach Abschluss des Comenius-Projektes noch erweitert werden.
Kinder, die sehr früh mit einer oder mehreren Fremdsprachen und Kulturen in Kontakt kommen, sehen sich die Welt mit offenen Augen an. Sie erfahren, dass Menschen anders aussehen, anders sprechen, andere Gepflogenheiten haben können und dass ihre Gefühle trotzdem die gleichen sind. Sie erfahren, dass die Kinder in Deutschland und England lachen und weinen können, so wie sie selbst, und vielleicht aus ähnlichen Gründen. Das Teilen von Gefühlen bringt die Menschen zusammen und vermindert die Fremdenangst.
Bei ihren Arbeiten gebrauchen die Kinder ihre Muttersprache intensiv in verschiedenen Satzwendungen. Beim Auspacken der zugesandten Arbeiten entdecken die Kinder gespannt die Arbeiten der anderen Partner auf deutsch, englisch oder französisch.
II.Das Projekt“ Français en mouvement“ der Städtische Grundschule Unterstadt
Projekttitel:
Beschreibung des Projektes
Im Theaterprojekt geht es im Wesentlichen darum, den Kindern der Oberstufe ein pädagogisches Angebot in der Fremdsprache Französisch zu bieten, welches ihren Möglichkeiten entspricht. Insbesondere die Schüler, denen es leicht fällt eine Fremdsprache zu lernen, oder die bereits große Vorkenntnisse besitzen, werden oftmals nicht genügend gefordert. Sie besitzen bereits ausreichende theoretische Sprachkenntnisse und haben in unserem Projekt nun die Möglichkeit, dieses Wissen und Können praktisch umzusetzen. Es handelt sich bei dem Theaterstück nicht um einen komplett ausformulierten Text, sondern eher um ein lebendiges Mitmachstück. Nachdem die Kinder ausreichend lange an ihrem Stück gearbeitet haben, ist es unser Bestreben, Schulen oder Klassen zu finden, denen wir dieses vorbereitete Stück dann vorführen dürfen. Im Idealfall gehen wir auch im benachbarten Ausland auf „Tournee“.
Zielsetzung des Projektes
Zunächst geht es bei diesem Projekt um die Entwicklung der Freude an einer Fremdsprache in Verbindung mit der natürlichen Lust am Darstellen. Als Lehrerteam möchten wir auf diesem Wege den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden, die im Klassenunterricht teilweise unterfordert sind und die ein Lernangebot brauchen, welches ihrem Sprachniveau entspricht.Schöpferisch sein und das Selbstvertrauen stärken sind weitere Ziele dieser Arbeit. Die Kinder lernen, mit der Fremdsprache zu spielen, sie werden erkennen, wie wichtig deutliche Aussprache, angemessene Lautstärke und eine sinngemäße Betonung sind. Bei der Auswahl und Vorbereitung des Theaterstückes haben die Schüler ein Mitspracherecht. Da es sich eher um ein Mitmach-Stück handelt, ist auch die Spontaneität ein wichtiger Aspekt der Arbeit. Somit müssen bei der Vorbereitung mögliche Reaktionen des Publikums bedacht werden und Reaktionen darauf ins Repertoire übernommen werden.
Eine weitere Zielsetzung ist die Entwicklung des Interesses an der Kultur, in diesem Falle an der darstellenden Kunst. Die Kinder werden im Laufe des Projektes ein oder mehrere Theaterstückeim französischsprachigen Raum besuchen und je nach Auswahl des Stückes auch etwas von der französischen Lebensart erfahren. Um einen Bezug zu den Rahmenplänen zu erstellen, kann man in erster Linie auf dasSprechen und das Sinnverständnis eingehen. Die Schüler sollen die Dialoge memorisieren und wiedergeben. Im Vordergrund steht aber die Freude am darstellenden Spiel, auch und ganz besonders in der Fremdsprache Französisch.
Methode des Projektes
Seit Ende Mai 2009 arbeitet unsere Theatergruppe jeden Freitagnachmittag an diesem Projekt. Die Gruppe besteht zurzeit aus 8 Kindern, die im kommenden Schuljahr in der Oberstufe sind. Geleitet wird dieses Projekt von unserer Madame Marianne, die als „native Speaker“ an unserer Schule arbeitet. Diese acht Kinder zeichnen sich durch ein hohes Niveau im Bereich der Zweitsprache aus. Sie sind im Klassenunterricht teilweise unterfordert und können auf diesem Wege ihre Kenntnisse vertiefen und ausbauen.