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Archäologisches Glossar
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Ausgehöhlte Strukturen
Im Falle von ausgehöhlten Strukturen (Grube, Brunnen, Silo, usw.), entnimmt der Ausgräber einen Teil deren Inhalts (meistens die Hälfte oder ein Viertel): er trägt die Erde Schicht für Schicht ab und klassiert dabei das entdeckte Fundmaterial.
Dendrochronologie
Die Dendrochronologie ist ein Verfahren zur Alterbestimmung von Holz mittels der Jahresringe. Das Wachstum der Jahresringe wird durch die Witterungsverhältnisse beeinflusst, wobei innerhalb einer Klimazone diese Ringe für ein und die selbe Baumart gleich sind. Vergleicht man die Jahresringe von Holzfunden mit denen von Holzproben, deren Alter bekannt ist, kann man durch Übereinstimmung der Jahresringe das Alter der Funde bestimmen.
Elektrische Prospektion
Die elektrische Prospektion benutzt das Prinzip der elektrischen Leitfähigkeit der Körper, welche sich anhand des Widerstands des elektrischen Flusses darstellt: Messungen durch in den Boden eingelassene Elektroden ergeben, einmal in eine Karte des Geländes eingetragen, ein sehr genaues Bild der unterirdischen Gegebenheiten.
Fotografie
Die Fotografie bietet eine perfekte Wiedergabe der Details, allerdings findet eine optische Verzerrung der Wirklichkeit statt, die durch die Bauart des Objektivs bedingt ist (Distorsion).
Freilegung der archäologischen Überreste
Die Freilegung der archäologischen Überreste, welche die Basis der archäologischen Nachforschung bildet, bedarf größter Vorsicht: das Fundmaterial oder die Hinweise, die dabei gefunden werden, sind im allgemeinen von geringer Größe.
Gebaute Strukturen
Im Falle von gebauten Strukturen (Mauer, Ofen, Pflasterung, usw.), muss der Ausgräber diese teilweise freilegen, indem er kleine Schnitte im rechten Winkel zur Struktur anlegt. Daraufhin kann man an den somit erhaltenen Querschnitten (im verbliebenen Erdreich) die Stratigraphie in Verbindung mit der entdeckten Struktur ablesen.
Gesamtplan
Auf dem Gesamtplan werden alle Formen festgehalten, die auf dem archäologischen Boden der Grabungsstätte erscheinen.
Luftbildprospektion
Die Luftaufnahmen ermöglichen ein Sichtbarmachen von Abweichungen im Pflanzenwuchs, von Feuchtigkeitsgebieten oder von Schattenbildungen, die das Mikrorelief sichtbar machen. So begünstigt zum Beispiel eine Grube, die mit organischem Material gefüllt wurde (mit Holz, Knochen, usw.), das Pflanzenwachstum: die Vegetation ist dichter und ihre grüne Farbe gesättigter. Eine vergrabene Mauerstruktur hingegen (zum Beispiel von steinernen Fundamentresten) hemmt das Wachstum der Pflanzen: sie wachsen spärlicher, ihr Grün ist blasser.
Magnetische Prospektion
Die magnetische Prospektion zeichnet die Änderungen im magnetischen Feld der Erde an der Oberfläche auf, die durch vergrabene archäologische Strukturen hervorgerufen werden.
Pläne der Strukturen
Die Pläne der Strukturen werden angefertigt, sobald diese Strukturen vollkommen freigelegt oder von ihrem Aufschüttungsinhalt befreit worden sind. Diese Pläne sind genauer als der Gesamtplan und zeichnen die Beobachtungen auf, die in der vertikalen Ebene des archäologischen Bodens unter Berücksichtigung des Reliefs gemacht werden.
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