Task Force für Grenzgängerprobleme
Im Gebiet der Euregio Maas-Rhein pendeln täglich 22.000 Personen über die Grenze, um ihrer Arbeit nachzugehen. Dabei wird immer wieder beklagt, dass trotz großer Freizügigkeit bei der Grenzüberschreitung die unterschiedlichen Rechtssysteme in Belgien, Deutschland und den Niederlanden für die Grenzpendler so manches Hindernis darstellen. Die Probleme in den Bereichen Steuern, Arbeitsrecht und Sozialversicherung sind bekannt. Aber zuständig für die Lösung sind meist die Föderalstaaten - und von Hauptstädten aus gesehen liegen Grenzregionen immer weit weg...
Brücken bauen
Hier möchte die "Grenzgänger Task Force" Abhilfe schaffen. Ziel ist es, die hemmenden Unterschiede der verschiedenen nationalen Rechtssysteme ab zu bauen oder zumindest Brücken zwischen diesen Systemen zu bauen. So initiiert die Task Force bilaterale Verhandlungen, die dann zu entsprechenden Abkommen führen sollen. In enger Zusammenarbeit mit den Grenzgängerberatungsstellen in der Euregio, die als Anlaufstelle für individuelle Grenzgängerprobleme arbeiten, nimmt die Grenzgänger Task Force die wichtigsten Grenzgängerprobleme in Angriff.
Von Aachen aus
Die Euregio Maas-Rhein hat das mit EU-Mitteln geförderte Projekt bei der Regio Aachen angesiedelt, wo eine sehr enge Zusammenarbeit mit der ebenfalls dort arbeitenden Grenzgängerberatungsstelle möglich ist. Das Team wurde ganz bewusst so zusammengestellt, dass jede der drei euregionalen Sprachen muttersprachlich vertreten ist.