Kliniken
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es zwei Allgemeinkrankenhäuser: das St. Nikolaus Hospital in Eupen mit 192 Betten und die Klinik St. Josef in St. Vith mit 156 Betten.
Lage
Kennzeichnend für beide Häuser ist ihre geographische Lage. Beide Krankenhäuser liegen etwa 50 km voneinander entfernt. Die Klink St. Josef in St. Vith liegt im eher dünn besiedelten
Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, an den Grenzen zu Luxemburg, Deutschland und an der Sprachengrenze zur französischsprachigen Wallonie.
Das Eupener Krankenhaus liegt im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, an den Grenzen zu Deutschland (rund 20 km vom benachbarten Aachen entfernt), zu den Niederlanden und zur Wallonie.
Durch diese privilegierte Situation ist das Personal und die Ärzteschaft in der Regel mehrsprachig. Somit können Patienten aus der DG, den frankophonen Randgemeinden, aber auch Patienten aus Deutschland und den Niederlanden in beiden Häusern patientennah behandelt werden.
Dienstleistungen
Die Krankenhäuser bieten folgende Dienstleistungen:
Eupen:
Chirurgie und Innere Medizin (116 Betten), Entbindungsheim, Kinderstation (13 Betten), Geriatrieabteilung (30 Betten), Intensivabteilung, Radiologie, Labor, Dienst für Langzeitaufenthalte zur Rehabilitation von Erkrankungen des Bewegungsapparates, (20 Betten) chirurgische und onkologische Tagesklinik, Nierendialyse, Notfallaufnahme und Notarztdienst
St. Vith:
Chirurgie und Innere Medizin (75 Betten), Rehabilitationseinheit (SP- 20 Betten), Entbindungsheim, Intensiveinheit, chirurgische und onkologische Tagesklinik, Notfallaufnahme, Notarztdienst , Radiologie mit Kernspintomograph, Labor sowie akutpsychiatrische Behandlung von Erwachsenen (30 Betten) und 21 tagesklinische Plätze für ambulante psychiatrische Betreuung und die Nachsorge in Eupen und St. Vith
Beide Häuser werden zur Zeit umfassend renoviert und ausgebaut, um das medizinische und pflegerische Angebot sowie den Komfort für den Patienten weiter zu verbessern.
Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der Regierung der DG und den beiden Krankenhäusern (21. Mai 2010 für die Klinik St. Josef, 05. Juli 2010 für das St. Nikolaus-Hospital Eupen) wurde die notwendige Grundlage zur Finanzierung der Baumaßnahmen der beiden Krankenhäuser gelegt. Die Baumaßnahmen in beiden Häusern sowie die umfassende Ausstattung nach neuestem medizinischen und pflegerischem Standard wird im Regelfall zu 60% von der Gemeinschaft bezuschusst.
Aufgaben der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Die Gesetzesgrundlage zu den Krankenhäusern wird vom belgischen Föderalstaat geschaffen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist zuständig für die Aufsicht über die beiden Krankenhäuser. Ihre Aufgaben sind im Wesentlichen die Überwachung der Einhaltung der Gesetzgebung und die Anerkennung der Dienste, d.h. die Vergabe der Betriebsgenehmigung bei Erfüllung dieser rechtlichen Vorgaben. Die Funktionskosten der Krankenhäuser (Kosten für Personal, Heizung, Küche, Verbrauchsmaterial...) werden vom Belgischen Föderalstaat getragen.
Patientenrechte
Aufgrund des belgischen Gesetzes zu den Patientenrechten muss jedes Krankenhäuser einen Mediator bezeichnen, der Klagen und Beschwerden entgegennimmt. In Eupen ist Herr Dechêne als Mediator bezeichnet worden, in St. Vith Frau Thea Dijkstra.